Frage von joraniya: Durch welchen Produktionsfaktor kann der Produktionsfaktor Arbeit ersetzt werden?
Ich habe so an Maschinen gedacht. Denn wenn immer mehr Maschinen in Einsatz gebracht werden, um die Arbeit zu verrichten, braucht man weniger Arbeiter. Somit gibt es für uns Menschen natürlich weniger zu tun, was natürlich negativ ist.
Was meint ihr?
Ja und gibt es für die Maschinen irgendeine spezielle Kategorie oder Bezeichnung oder so wo ich sie ,,einordnen” muss?
Nein, einen genaueren Zusammenhang gibt es nicht.
Beste Antwort:
Answer by Maxi90
Ja, hast de richtig erkannt!
Antworten Sie selbst in den Kommentaren!
Tags: Arbeit, Durch, ersetzt, kann, Produktionsfaktor, welchen, werden




Dann änderst Du aber nicht den Produktionsfaktor Arbeit, sondern tauschst nur die zur Erreichung des Faktors eingesetzte Ressource “Mensch” durch die Ressource “Maschine”.
Wenn Du das meinst, dann hast Du Recht. Wenn Du einzelne Produktionsfaktoren ändern willst, wären beispielsweise die Prozesse in der Wertschöpfungskette ein Ansatzpunkt.
Gibt es zu der Frage einen genaueren Zusammenhang?
Kommt darauf an, mit welcher Perspektive man den Kostenfaktor betrachtet.
Zur kurzfristigen Gewinnmaximierung (+/- 5 Jahre) ist der Ersatz des Produktionsfaktors Arbeit durch Maschinen und Anlagen sehr verlockend..
Einfach weil Maschinen
24/7 im Einsatz sein können.
seltenst krank (defekt) sind
keine Gehaltserhöhung und Sozialabgaben erwarten.
Steuertechnisch Abgeschrieben werden können und somit quasi nichts kosten.
Die Methode ist beliebt beim Management von grossen Konzernen, Aktiengesellschaften etc.
Langfristig gesehen (+ 25 Jahre und länger) ist dies jedoch eine Sackgasse.
Schlicht und ergreifend, weil Maschinen und Anlagen keine potentiellen Kunden sind.
Also sollte ein guter Unternehmer auch daran denken, dass er auch in Zukunft zahlungskräftige Kunden braucht, damit die Produkte/Dienstleistungen seiner Firma auch in Zukunft Abnehmer finden.
Leider ist es ziemlich schwer, als vernünftiger und langfristig denkender Unternehmer in der globlisierten Wirtschaft zu überleben.
Also sägen die meisten Unternehmer/Manager fleissig an dem Ast, auf dem ihre Firma sitzt, damit das kurzfristige Überleben und eine verlockende Gewinnmaximierung gesichert ist.
Eine Lösung in der modernen Welt, in welcher der Produktionsfaktor immer mehr durch Technik ersetzt wird, wäre ein angemessenes Bürgergeld für alle (sagen wir 1500 euro pro Erwachsener und 500 euro pro Kind) sowie eine Einkommensbeschränkung in den Chefetagen und unter den Politikern.
Ob die nun nur 250.000 pro Monat (inclusive Nebeneinkünfte) zum Bürgergeld dazuverdienen dürfen oder der Verdienst nach oben offen ist, macht kaum noch Unterschied,
Ein Limit würde mehr Fairness zugunsten der Arbeitskräfte schaffen und das würde mehr Harmonie auf zwischenmenschlicher Ebene schaffen.
Und die Kinder aus sozial benachteiligten Kreisen hätten ebenfalls eine Chance auf Nachhilfe und Sportverein.
Update:
Falls du das jetzt noch Buchführungstechnisch wissen möchtest …
Für Maschinen gibt es das Konto “Maschinen und Anlagen” wenn ich mich recht erinnere.
Alles was als menschliche Arbeit verrichtet wird kommt in “Personalkosten” (oder wie das noch mal auf Deutsch hiess) und deren Unterkonten wie Krankenkassen, Sozialabgaben etc.
Es ist in erster Linie der Fortschritt von Wissenschaft und Technik, denn hier entstehn Technologien,
hocheffektive Geräte und Maschinen und Einsatzmöglichkeiten von Produkten der chemischen Industrie (z.B. von Oberflächenbehandlungen im Tauchbad ). Daraus folgt der Einsatz hochqualifizierter Arbeitnehmer mit der Schaffung einer hohen Produktivität. Aus dieser Entwicklung entstehen auch Widerspüche, die die Demokratie massiv gefährden. Dazu auch der Link in der Quelle.
schau dir diesen artikel an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Faktorsubstitution
die kategorie, die du suchst, nennt sich in der VWL typischerweise “Kapital”.
kapital und arbeit sind allgemein ausgedrückt substitute, d.h. man kann das eine durch das andere ersetzen.
so wie es Cyber Ninja richtigerweise sagt nennt sich der Faktor “Kapital”. Von dem Kapital (Eigen- oder Fremdkapital) werden die Maschinen gekauft.